Die weisse Rebsorte Favorita

Favorita

Die Favorita ist eine weiße Rebsorte, die vor allem in den Regionen Roero und Langhe im Piemont, Italien, zu finden ist. Diese Rebsorte wird auch unter verschiedenen Namen bekannt, darunter Favorita Bianca, Favorita di Alba und Vermentino.

Herkunft und Verbreitung: Die Favorita wird in kleinen Beständen von etwa 40 Hektar angebaut, hauptsächlich in den Provinzen Alessandria, Asti und Cuneo, mit einem Schwerpunkt in der Gemeinde von Corneliano d'Alba. Obwohl sie unter verschiedenen Namen bekannt ist, wird angenommen, dass sie genetisch eng mit der Vermentino-Rebe verwandt ist.

Weincharakteristik: Die Favorita-Rebe produziert Weine von blasser bis mittlerer Strohfarbe mit grünlichen Reflexen. Diese Weine sind bekannt für ihre lebendige Säure und Frische sowie für ihre Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln und Blumen. Im Geschmack können sie trocken bis halbtrocken sein, mit einem knackigen, erfrischenden Abgang.

Anbau und Ernte: Die Favorita-Rebe erfordert ein gemäßigtes Klima und bevorzugt kalkhaltige Böden. Sie wird Mitte September bis Anfang Oktober geerntet, wenn die Trauben ihren optimalen Reifegrad erreicht haben. Die Trauben sind normalerweise mittelgroß mit einer dünnen Haut und einem hohen Saftgehalt.

Weinpaarungen: Die Weine der Favorita eignen sich hervorragend als Aperitif oder als Begleitung zu leichten Vorspeisen, Meeresfrüchten, Salaten und milden Käsesorten. Dank ihrer Frische und Lebendigkeit sind sie perfekt für warme Sommerabende und frische mediterrane Küche geeignet.

 

Die weisse Rebsorte Moscato (Muskateller)

Moscato (Muskateller)

Die Moscato Bianco Traube, besser bekannt als Muskateller, ist eine der ältesten und traditionsreichsten Rebsorten Italiens mit tiefen Wurzeln im Piemont. Diese Rebsorte ist für ihren natürlichen hohen Zuckergehalt bekannt, der Weine mit einem einzigartigen Geschmacksprofil hervorbringt. Die Moscato-Traube wird sowohl für die Herstellung trockener Weißweine als auch für die berühmten süßen Perlweine verwendet. Es ist wichtig zu beachten, dass es Unterschiede zwischen Moscato d'Asti DOCG und Asti DOCG gibt.

Herkunft und Tradition: Die Moscato-Traube hat eine lange Geschichte und Tradition im Piemont. Sie ist eine der ältesten Rebsorten Italiens und wird seit Jahrhunderten angebaut. Ihre charakteristischen Aromen von Muskat und Blüten machen sie zu einer beliebten Wahl für Weinliebhaber auf der ganzen Welt.

Weinherstellung: Aus der Moscato-Traube werden sowohl trockene Weißweine als auch süße Perlweine hergestellt. Die Traube bringt Weine mit einem intensiven aromatischen Profil hervor, das von floralen Noten, Zitrusfrüchten und dem charakteristischen Muskatduft geprägt ist. Die süßen Perlweine, wie Moscato d'Asti, sind bekannt für ihre leichte Perlage und ihren fruchtigen, süßen Geschmack.

Unterschiede zwischen Moscato d'Asti und Asti: Es ist wichtig, zwischen Moscato d'Asti DOCG und Asti DOCG zu unterscheiden. Obwohl sie beide aus der Moscato-Traube hergestellt werden, gibt es Unterschiede in ihrem Produktionsprozess und Geschmacksprofil. Moscato d'Asti ist traditionell leichter, fruchtiger und weniger alkoholisch als Asti, wobei die Perlage feiner ist.

Genuss: Die Weine aus der Moscato-Traube sind perfekte Begleiter zu Desserts, frischen Früchten und leichten Speisen. Sie eignen sich auch hervorragend als Aperitif oder als erfrischender Genuss an warmen Sommerabenden.

 

Die weisse Rebsorte Arneis

Arneis

Arneis ist eine alte weiße Rebsorte, die im Piemont, Italien, angebaut wird und bereits im 15. Jahrhundert unter verschiedenen Bezeichnungen wie Renesium oder Ornesio bekannt war. Diese Traube wird auch als "Barolo bianco" bezeichnet und ist hauptsächlich in der Provinz Cuneo zu finden. Im Jahr 2006 erlebte der Anbau von Arneis-Trauben eine Wiederbelebung, wobei fast 600 Hektar für den Anbau dieser Rebsorte genutzt wurden.

Charakteristika der Weine: Die sehr bekannten Roero Arneis DOCG-Weine zeichnen sich durch ihre geringe Säure und mineralische Note aus. Aromen von Mandeln, grünen Äpfeln, Birnen und Melonen prägen diese einzigartigen Weine. Sie bieten eine ausgewogene Struktur und einen angenehmen Abgang, der sie zu beliebten Begleitern zu einer Vielzahl von Gerichten macht.

Roero Arneis DOCG und Langhe Arneis DOC: Die Roero Arneis DOCG-Weine sind besonders angesehen und gelten als die besten Darstellungen dieser Rebsorte. Sie werden in der Roero-Region hergestellt und tragen das Gütesiegel DOCG (Denominazione di Origine Controllata e Garantita). In der Provinz Alba werden auch Langhe Arneis DOC-Weine produziert, die ebenfalls hoch geschätzt werden.

Bedeutung des Namens: Im lokalen Dialekt bedeutet Arneis "Die kleine Schwierige", da die Rebsorte lange Zeit als schwierig im Anbau galt und fast ausgestorben war. In den 1990er-Jahren wurde sie jedoch wiederentdeckt und erlebte seitdem eine Renaissance, wodurch sie zu neuem Ruhm und Ansehen gelangte.

Die weisse Rebsorte Cortese

Cortese

Cortese ist eine weiße Rebsorte, die vor allem im Piemont, aber auch in der Lombardei und in Venetien unter dem Namen "Bianca Fernanda" angebaut wird. Bereits im Jahr 1798 wurde sie unter dem Namen "Curteisa" als wichtigste Rebsorte der Provinz Alessandria erwähnt. In den 1990er Jahren waren in Italien insgesamt 2.951 Hektar Rebfläche mit Cortese bestockt.

Beliebte Weine: Aus der Cortese-Traube werden einige berühmte Weine hergestellt, darunter der DOCG Gavi, Cortese dell'Alto Monferrato und Colli Tortonesi.

Reifezeit und Merkmale: Die Cortese-Traube reift sehr früh, fast 15 Tage früher als ein Gutedel. Sie ist bekannt für ihre hohe Ertragsfähigkeit, insbesondere wenn der Ertrag durch das Zurückschneiden der Trauben nicht stark begrenzt wird. Die konusförmige Traube hat eine gelbgoldene Farbe, und die Beeren sind saftig mit einem einfachen Geschmack.

Weincharakteristik: Die Weine aus Cortese zeichnen sich durch ihre Frische, Lebendigkeit und leichte Trinkbarkeit aus. Sie bieten oft Aromen von Zitrusfrüchten, grünen Äpfeln und einer subtilen Mineralität. Die besten Ausdrücke dieser Rebsorte zeigen eine elegante Säure und eine angenehme Textur im Mund.

Genuss: Cortese-Weine sind ideale Begleiter zu Meeresfrüchten, leichten Salaten, Fischgerichten und hellem Geflügel. Sie eignen sich auch hervorragend als Aperitifweine oder als erfrischende Wahl für warme Sommerabende.

Die weisse Rebsorte Chardonnay

Chardonnay

Chardonnay ist eine weltweit beliebte weiße Rebsorte und zählt zu den Top 5 der am häufigsten angebauten Rebsorten. Auch im Piemont hat sie Anklang gefunden.

Ursprung und Verbreitung: Ursprünglich stammt Chardonnay aus dem Burgund, genauer gesagt aus einer kleinen Gemeinde namens "Chardonnay" in Frankreich. Diese Rebsorte gehört zur Gruppe der Burgundersorten, bei denen häufig Mutationen auftreten, was auch für die rote Sorte Pinot gilt.

Aromen und Charakteristik: Chardonnay-Weine sind bekannt für ihre Vielfalt an Aromen, die von frischen Zitrusfrüchten über Äpfel bis hin zu Melonen reichen können. Die Traube ist äußerst anpassungsfähig und kann je nach Anbaubedingungen und Ausbau verschiedene Geschmacksprofile aufweisen. Von leicht und fruchtig bis hin zu komplex und buttrig - Chardonnay bietet eine breite Palette an Stilen.

Genuss: Chardonnay-Weine sind äußerst vielseitig und passen gut zu einer Vielzahl von Gerichten, von Meeresfrüchten über Geflügel bis hin zu cremigen Pastagerichten. Sie sind auch als Aperitifweine beliebt und können sowohl jung getrunken werden, um ihre frischen Aromen zu genießen, als auch gereift, um ihre Komplexität und Tiefe zu erleben.

Die rote Rebsorte Dolcetto

Dolcetto

Die rote Dolcetto-Traube wird hauptsächlich in den Provinzen Cuneo und Asti im Piemont angebaut. Der Anbau und die Vinifikation des Weins sind in insgesamt 25 Gemeinden zugelassen, darunter Alba, Albaretto della Torre, Barolo, Mango, Monforte d'Alba, Treiso und viele weitere.

Produktion und Charakteristika: Im Jahr 2019 wurden 40.889 Hektoliter des DOC-Weins produziert. Der Dolcetto-Wein hat eine rubinrote Farbe, die fruchtig und charakteristisch wirkt. Im Geschmack ist er trocken, mit einem mandelartigen Aroma und einer harmonischen Struktur.

Genuss: Dolcetto-Weine sind bekannt für ihre Trinkfreude und Vielseitigkeit. Sie eignen sich perfekt als Begleiter zu Pasta-Gerichten, Pizza, würzigen Käsesorten und gegrilltem Fleisch. Aufgrund ihres niedrigen Tanningehalts und ihres fruchtigen Charakters sind sie auch ideal für den täglichen Genuss geeignet.

Anbau und Verbreitung: Die Dolcetto-Traube ist eine wichtige Rebsorte im Piemont und wird auf einer Vielzahl von Böden angebaut, von kalkhaltigen bis hin zu lehmigen Böden. Die Weine aus Dolcetto sind oft früh trinkreif und bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die rote Rebsorte Barbera

Barbera

Barbera ist eine rote Rebsorte, die im Piemont eine herausragende Rolle spielt und neben der Nebbiolo-Traube als eine der wichtigsten Rebsorten der Region gilt.

Barbera d'Alba: Die Traube wird auf den Hügeln rund um die Stadt Alba im Piemont angebaut und besitzt den Status DOC (Denominazione di Origine Controllata). Der Barbera d'Alba wird zu 85–100 % aus der Barbera-Traube gekeltert, während die Rebsorte Nebbiolo zu einem Anteil von 0–15 % hinzugefügt werden darf.

Barbera d'Asti: Die Traube wird in 168 Gemeinden der Provinzen Alessandria und Asti angebaut. Seit 2008 hat der Wein den begehrten DOCG-Status (Denominazione di Origine Controllata e Garantita), der höchsten Qualitätsstufe Italiens.

Charakteristika: Der Barbera-Wein zeigt eine rubinrote Farbe, die mit zunehmender Reife zu granatrot tendiert. Sein Geruch ist intensiv und charakteristisch, mit der Tendenz, mit zunehmendem Alter ätherisch zu werden. Geschmacklich präsentiert er sich vollmundig und angenehm trocken, wobei seine lebhafte Säurestruktur Frische verleiht und ihn zu einem ausgezeichneten Begleiter für eine Vielzahl von Gerichten macht. 

Barbera ist eine äußerst vielseitige Rebsorte, die Weine von hoher Qualität hervorbringt und sowohl jung getrunken als auch gereift genossen werden kann. Mit ihrer tiefen Verankerung in der piemontesischen Weintradition trägt die Barbera-Traube maßgeblich zur Vielfalt und Exzellenz der Weine aus dieser Region bei.

Die rote Rebsorte Nebbiolo

Nebbiolo

Die Rebsorte Nebbiolo stammt aus dem Piemont und ist bekannt für ihre tanninreichen und ausdrucksstarken Rotweine, die lange Reifezeiten benötigen. Sie gilt als eine der am langsamsten reifenden Rebsorten, was dazu führt, dass ihre Weine ihre Qualität über lange Zeit behalten. Der Name "Nebbiolo" leitet sich von "nebbia" ab, was auf Italienisch "Nebel" bedeutet. Dies ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Hügel, auf denen Nebbiolo angebaut wird, oft von Nebel bedeckt sind, wenn die Trauben reifen.

Anspruchsvolle Rebsorte: Nebbiolo ist eine äußerst anspruchsvolle Rebsorte, die spezifische Anforderungen an Boden und Klima stellt. Sie gedeiht am besten auf kalkhaltigen Mergelböden und benötigt ein gemäßigtes Klima mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht. Diese Bedingungen finden sich hauptsächlich in den Hügellandschaften des Piemonts.

Anbaufläche und Charakteristika: Die Anbaufläche von Nebbiolo beträgt etwa 5250 Hektar. Die Traube zeichnet sich durch ihre dickschaligen und kleinbeerigen Früchte aus. Die daraus hergestellten Weine sind bekannt für ihre komplexe Aromatik von roten Früchten, Gewürzen, Blumen und erdigen Noten. Sie haben eine kräftige Tanninstruktur, die den Weinen eine ausgezeichnete Lagerfähigkeit verleiht.

 

Die rote Rebsorte Brachetto

Brachetto

Brachetto ist eine rote Rebsorte, die ausschließlich im südlichen Piemont in den Provinzen Asti und Alessandria anzutreffen ist. Sie ist bekannt für die Herstellung süßer und likörartiger Weine mit einem charakteristischen Aroma. Die Traube zeichnet sich durch ihr leicht perlendes Auftreten aus, und ihr Geschmack erinnert stark an Erdbeeren. Brachetto gehört zu den edlen Weinreben und ist spätreifend.

Charakteristika und Herstellung: Brachetto-Trauben ergeben Weine von lebendiger Rubinrote Farbe, die süß und fruchtig sind, oft mit einer leichten Perlage. Diese Weine zeichnen sich durch ihr intensives Aroma von Erdbeeren und roten Früchten aus und sind für ihren samtigen Geschmack bekannt. Sie werden entweder als stiller Wein oder als leicht sprudelnder Dessertwein hergestellt.

Genuss: Brachetto-Weine sind perfekte Begleiter zu Desserts wie Obsttorten, Schokoladenkuchen oder fruchtigen Nachspeisen. Sie eignen sich auch hervorragend als Aperitif oder zum Feiern besonderer Anlässe. Durch ihre leichte Perlage und ihren fruchtigen Charakter sind sie eine erfrischende und zugleich elegante Wahl für alle, die süße Weine genießen.

Brachetto ist eine einzigartige und geschätzte Rebsorte des Piemonts, die mit ihren delikaten und verführerischen Weinen das Terroir und die Traditionen dieser Region widerspiegelt.