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Die Rebsorten


Die weisse Rebsorte Favorita

Sie wird in kleinen Beständen von ca. 40 Hektar in den Gebieten Roero und Langhe kultiviert.

In den Provinzen von Alessandria, Asti und Cuneo, insbesondere in der Gemeinde von Corneliano d`Alba wird die weisse Rebsorte angebaut.

Die Rebsorte ist auch unter dem Namen Favorita bianca, Favorita di Alba und als Vermentino bekannt.

Die Rebsorte wird Mitte September bis Anfang Oktober geerntet.

Die weisse Rebsorte Moscato (Muskateller)

Die Moscato Bianco Traube zählt zu den ältesten Rebsorten in Italien und verfolgt eine lange Tradition im Piemont. Von Natur aus hat die Traube einen hohen Zuckergehalt, was einen einzigartigen Wein hervor gibt. Aus der Traube werden trockene Weissweine hergestellt oder die berühmten, süsslichen Perlweine. Nicht zu verwechseln ist der Moscato d'Asti DOCG mit dem Asti DOCG, da bestehen unterschiede. Traditionell wird die Traube zu Moscato d'Asti verarbeitet. 

Die weisse Rebsorte Arneis

Arneis ist eine alte Weisswein Rebsorte die im Piemont angebaut wird, die bereits im 15. Jahrhundert unter Bezeichnung

Renesium, Ornesio bekannt war.

Die Arneis Traube wird auch als "Barolo bianco" bezeichnet, angebaut wird sie in der Provinz von Cuneo, im Jahr 2006 wurden wieder nahezu 600 Hektar angebaut.  

Die sehr bekannten Roero Arneis DOCG Weine sind säurearm mineralisch, Aromen von Mandeln, grünen Äpfeln, Birne und Melone prägen diese einzigartigen Weine. 

In der Provinz von Alba werden Langhe Arneis DOC Weine produziert.

Im lokalen Dialekt bedeutet Arneis "Die kleine Schwierige", da sie als fast ausgestorben galt, in den 1990er-Jahren wiederentdeckt wurde und seid dem eine Renaissance erlebt.

Die weisse Rebsorte Cortese

Cortese ist eine weisse Rebsorte, die vor allem im Piemont angebaut wird aber auch in der Lombardei und in Venetien unter dem Namen "Bianca Fernanda". 1798 wurde sie unter dem Namen "Curteisa" als wichtigste Rebsorte der Provinz Alessandria erwähnt, in den 1990 Jahren waren in Italien 2.951 Hektar Rebfläche mit Cortese bestockt.

Aus ihr werden berühmte Weine hergestellt, wie zum Beispiel DOCG Gavi , Cortese dell`Alto Monferrato, Colli Tortonesi.

Diese Traubensorte reift sehr früh, fast 15 Tage früher als ein Gutedel.

Cortese ist sehr ertragreich, wenn sie durch zurückschneiden der Trauben im Ertrag nicht stark eingegrenzt wird.

Die konusförmige Traube hat eine gelbgoldene Farbe, die Beeren sind saftig und vom einfachem Geschmack

Die weisse Rebsorte Chardonnay

Chardonnay ist auf der ganzen Welt eine gern angebaute Rebsorte. Somit zählt sie Weltweit unter den Top 5 der beliebtesten Rebsorten, wodurch sie auch im Piemont anklang gefunden hat.

Ihre ursprüngliche Herkunft ist das Burgund in einer kleinen Gemeinde namens "Chardonnay" in Frankreich.

Die Rebsorte gehört zu der Gruppe der Burgundersorten und von diesen ist bekannt, dass sehr häufig Mutationen auftreten, dies gilt auch für die rote Sorte Pinot.

Die frischen Aromen von Zitrus, Apfel und Melone sind typisch für die Rebsorte.

Die rote Rebsorte Dolcetto

Die rote Dolcetto Traube wird in den Provinzen Cuneo und Asti im Piemont angebaut. Der Anbau und die Vinifikation des Weins ist auf dem gesamten Gemeindegebiet von 25 Gemeinden zugelassen. Zugelassene Rebflächen befinden sich in den Gemeinden Alba, Albaretto della Torre, Barolo, Mango, Monforte d' Alba, Treiso und viele weitere. Im Jahr 2019 wurden 40.889 Hektoliter des DOC- Weins produziert. Er hat eine rubinrote Farbe, welche sich fruchtig und charakteristisch auswirkt, im Geschmack ist er trocken, mandelartig und harmonisch.

Die rote Rebsorte Barbera

Barbera d'Alba: Die Traube wird auf der Hügellandschaft rund um die Stadt Alba im Piemont angebaut. Er besitzt den Status DOC. Der Barbera d’Alba wird zu 85–100 % aus der Rebsorte Barbera gekeltert. Die Rebsorte Nebbiolo darf zu einem Anteil von 0–15 % zugefügt werden.  Die Barbera Traube ist neben der Nebbiolo Traube die wichtigste Traube im Piemont

Barbera d'Asti: Die Traube wird in 168 Gemeinden der Provinz  Alessandria und Asti angebaut. Seit 2008 hat der Wein den DOCG Status.

Die Farbe ist rubinrot, bei Alterung neigt er zu granatrot. Der Geruch ist intensiv und charakteristisch, der bei der Alterung dazu neigt ätherisch zu werden. Er hat einen vollen Geschmack der angenehm trocken ist. 

Die rote Rebsorte Nebbiolo

Die Rebe Nebbiolo stammt aus dem Piemont und liefert tanninreiche, ausdrucksstarke Rotweine, die lange reifen müssen. Der Nebbiolo gehört zu den am langsamsten reifenden Weinen überhaupt und dadurch auch zu denen gehören, die ihre Qualität am längsten behalten. Der Name wird von nebbia abgeleitet, was Nebel bedeutet. Wenn die dickschalige und kleinbeerige Sorte reif wird, kommt es häufig vor, dass der Nebel die Hügel bedeckt. Der Nebbiolo ist eine sehr anspruchsvolle Rebsorte, die nur auf kalkhaltigen Mergelböden gedeiht. Der Nebbiolo wird auf ca. 5250 Hektar angebaut.

Die rote Rebsorte Brachetto

Brachetto ist eine Rebsorte, die man ausschliesslich im südlichen Piemont in den Provinzen Asti und Alessandria antrifft. Brachetto ist eine süssliche Sorte aus der süsse und likörartige Weine hergestellt werden. Die Traube zeichnet sich durch ihr leicht perlendes auftreten aus und der Geschmack kommt dem der Erdbeere sehr nahe. Sie gehört zu den Edlen Weinreben und ist spätreifend.


Weinlexikon


Warum sind Sulfite im Wein?

Wozu benötigt es Sulfite im Wein

Immerhin nutzten schon die alten Griechen Sulfite zum Haltbarmachen von Lebensmitteln, also was kann daran schädlich sein? Insbesondere die Diskussion um den naturbelassenen, hat die Debatten um den Schwefel im Wein erneut entfacht.

Um ein Vorurteil zu klären: Bei der Anmerkung auf dem Etikett, «enthält Sulfite» handelt es sich nicht um einen Warnhinweis in Sachen Gesundheit! Die Information dient vielmehr dem Hinzeigen auf einen Stoff, der allergische Reaktionen auslösen kann. Das Benennen von solchen Inhaltsstoffen wird durch die Richtlinie zur Lebensmittelkennzeichnung seit 2005 vorgeschrieben.

Schwefel ist nicht gesundheitsschädigend und führt nicht zu Kopfschmerzen oder Migräne. Gesundheitliche Auswirkungen zeigen sich nur bei 10 Prozent der als Asthmatiker eingestuften Menschen. Eine reine Schwefel-Allergie ist sehr selten. 

Wein ohne Sulfit: 
Schwefel entsteht auf ganz natürliche Weise beim Fermentieren des Weins, so dass es keinen Wein gibt, der komplett schwefelfrei ist. Etwas anders ist es mit dem hinzugefügten Schwefel, der also zusätzlich beigegeben wird, um den Wein unter anderem langlebiger zu machen. Dies führt zu der Spitzfindigkeit, dass es zwar nicht geschwefelten Wein gibt, aber eben keinen schwefelfreien Wein. So kommt es vor, dass selbst Weine, denen kein Sulfit beigefügt wurde (viele Bio- und Biodynamische Weine), den Grenzwert von 30 mg/l überschreiten und folgerichtig das «enthält Sulfite» auf dem Etikett führen müssen. 

Wofür braucht der Wein Sulfit? 
Schwefel wirkt antimikrobiell und antioxidativ. Das Sulfit verhindert also, dass der Wein weiter gärt, es schützt ihn vor zu schneller Oxidation und erhöht damit seine Lagerfähigkeit. Schwefel bewahrt somit auch den Geschmack des Weines und seine sensorischen Eigenschaften.

Generell gilt, dass man Weissweinen mehr Sulfite zufügen darf als Rotweinen. Schlichtweg, da Rotweine von Natur aus mehr Sulfite enthalten, die vor einer Oxidation schützen. Ebenso pauschal lässt sich sagen, dass Weine mit mehr Restsüsse auch einen höheren Sulfit-Anteil haben dürfen. Hier wiederum aus dem Grund, dass der enthaltene Zucker das Risiko einer Nachgärung birgt. Dies berücksichtigen selbst die gesetzlichen Vorgaben.

Wie entsteht Veganer Wein?

Wein wird aus Trauben hergestellt – also ist Wein vegan?

Wenn Begriffe wie veganer Wein und herkömmlicher Wein fallen, reagieren viele Menschen verwundert. Bezüglich der Traubensorten und deren Anbau in den Weinbergen gibt es keine Unterschiede. Die Differenzierung entsteht erst im Weinkeller, wenn es um die Klärung und Filtration geht. Hinter diesem Prozess steht der Wunsch der Verbraucher nach einem klaren Wein ohne sichtbare Trübstoffe und mit einem harmonischen Geschmacksbild.

Bei der konventionellen Weinherstellung wird der Wein mit verschiedenen tierischen Hilfsprodukten geklärt und filtriert. Hierzu gehört Kasein, ein aus Frischmilch hergestelltes Eiweiss. Aus Eidotter wird Albumin gewonnen, das den Wein geschmeidiger macht, indem es den Gerbstoffgehalt reduziert. Ähnlich wie Kasein wirken Gelatine und Hausenblase. Einen spontanen, fehlerhaften Säureabbau im Wein verhindert das Eiweiss-Enzym Lysozym.

Die gleichen Ergebnisse erzielt veganer Wein bei der Klärung und Filtration mit Hilfe verschiedener nichttierischer Stoffe. So bindet pflanzlich gewonnenes Protein (Erbsen, Bohnen oder Kartoffelstärke) die Trübstoffe und macht den Wein klarer. Die gleiche Wirkung hat die natürliche Mineralerde Bentonit. Geruchsirritationen, Geschmacksfehler und Verfärbungen werden durch Aktivkohle verhindert. Als besonders schonend und qualitätsfördernd gilt die Sedimentation. Bei diesem zeitintensiven Verfahren bleibt veganer Wein so lange stehen, bis sich die Partikel von selbst abgesetzt haben.

Wie entsteht der Alkoholgehalt im Wein?

 

Mehr Zucker bedeutet mehr Alkohol.

Durch höhere Sonnenstunden und Temperaturen entsteht in den Trauben ein höherer Zuckergehalt, welcher während der Gärung automatisch zu mehr Alkohol im Endprodukt führt. Denn durch die Hefe ausgelöste alkoholische Gärung wird Zucker in Alkohol umgewandelt. Dies bedeutet, dass insbesondere, wenn ein trockener Wein entstehen soll, der Winzer keine andere Wahl hat als den Zucker komplett in Alkohol umzuwandeln.

Dabei ist zu beachten, dass nicht alle Weinregionen genau gleich von dieser Veränderung betroffen sind. Wo in Ländern wie Spanien und zum Teil Italien in höher gelegene Rebflächen ausgewichen wird, wird es zum Bespiel in Australien zu einer immer grösser werdenden Herausforderung.

Aus den superreifen Trauben entstehen teils Rotweine mit über 17% natürlichem Alkoholgehalt. Oft behelfen sich die Winzer dann mit den Massnahmen zur Entalkoholiserung durch Zugabe von Weinsäure.

Jedoch ist nicht nur das Klima ausschlaggebend für den Alkoholgehalt sondern auch die Rebsorte. Wie bei anderen Früchten haben auch die Weintrauben grosse Unterschiede in ihrem natürlichen Zuckergehalt.

Wichtig bei der Bewertung des Alkoholgehalts ist das Berücksichtigen der Lage des Weins wie auch des jeweiligen Jahrgangs. Auch ein Wein mit wenig Alkohol kann am Gaumen Ethanol haltig wirken – dies kann jedoch auch daran liegen, dass Tannine und Säure nicht ausreichend ausbalanciert wurden.

Ohne Wenn und Aber – Alkohol ist ein Geschmacksträger, welcher weiteren Aromen wie rote Beeren, Kirschen und Gewürze des Weines betonen und einen langanhaltenden Abgang bescheren. Zudem dient der Alkohol, als natürliches Konservierungsmittel, auch dem Reifeprozess.

Wie entsteht die Farbe beim Rosé?

Intensiv, frischfruchtig, floral und von zartrosa bis knallig pink kommen sie daher, die Roséweine. 

 

Er liegt ganz klar wieder im Trend. Sei es zu einem Apéro, zu Fisch, Geflügel oder zu Meeresfrüchten.

 

Aber wie entsteht eigentlich seine Farbe?

Eines vorweg: Grundsätzlich – von wenigen Ausnahmen wie immer abgesehen – entsteht Roséwein nicht durch das Verschneiden von fertigen Rot- und Weissweinen. Ein Roséwein entsteht aus Rotweintrauben und es gibt drei zentrale Herstellungsmethoden:

 

1. Die «Mazerations» -Methode

Nachdem die Beeren leicht angequetscht wurden beginnt die Mazeration. Es ist die Zeit, in der Most direkten Kontakt mit den Schalen hat. So ist es beim Rotwein nichts ungewöhnliches, wenn er bis zwei Wochen im Gärtank mit den Schalen verbringt, um an Farbe und Extrakt zu gewinnen. Bei einem Roséwein beträgt der Kontakt mit den Schalen meist nur wenige Stunden, manchmal sogar nur wenige Minuten. Die Dauer des Schalenkontakts ist dabei der Gratmesser für die Ausprägung der verschiedenen Roséwein-Stilistiken: Je länger der Most mit den Schalen Kontakt hat, desto dunkler die Farbe und auch desto voller und intensiver der Geschmack.

 

2. Die Abress-Methode

Bei dieser in der Provence sehr beliebten Herstellungsmethode kommt der Most nicht gemeinsam mit den Schalen in den Gärtank, es findet also keine Mazeration statt. Die Rotweintrauben werden direkt gepresst, so dass der Saft eine nur leicht Rosafärbung annimmt. Auf diese Art und Weise geben die Schalen nur wenig Farbe und Aroma an den Most ab und er wird schlussendlich wie ein Weisswein weiter vinifziert.

 

3. Saignée-Methode (ital. Salasso-Methode)

Der französische Begriff «Saignée» bedeutet auf Deutsch übersetzt «Aderlass» und verrät dadurch schon etwas über diese Herstellungsmethode. Hier gelangt der Most gemeinsam mit den Schalen in einen Gärtank und diese «bluten» dort ihre Farbe aus. Allerdings werden anschliessend nicht die Schalen entfernt, sondern der Winzer lässt bereits nach wenigen Stunden einen Teil (10-20%) des roséfarbenen Mosts ab, um Ihn in einem eigenen Tank zu vinifizieren. Der im Gärtank verbleibende Most wird dann mit den Schalen weiter zu einem besonders kräftigen und farbintensiven Rotwein ausgebaut.

Was bedeutet Cuvée, Assemblage...?

Der französische Ausdruck «Cuvée» oder «Assemblage» wird im deutschsprachigen Raum gern für anspruchsvolle Verschnitte, insbesondere verschiedener Traubensorten, verwendet. Die wohl bekanntesten Cuvées stammen aus dem französischen Weingebiet «Bordeaux».

Aber auch bei der Schaumweinherstellung wie beispielsweise in der Champagne Gebiet wird der Begriff Cuvée häufig verwendet. Hierbei steht der Begriff jedoch für die Mischung von Grundweinen, oftmals aus verschiedenen Jahrgängen.

Ziel einer Assemblage ist es, dass der verschnittene Wein besser schmeckt als jede Partie für sich. Man möchte durch verschiedene Rebsorten eine Harmonie von Alkohol, Aromen, Säure, Tanninen und Farbe erreichen. Die Schwächen eines Weines werden nicht kaschiert, sondern die Stärken werden kombiniert. Verschneidet man verschiedene Rebsorten, trägt meistens eine Sorte den Hauptanteil, um den Charakter des Weines zu definieren. So entsteht aus einem tanninreichen und ausdrucksstarken Nebbiolo in Kombination mit Barbera und Merlot eine überaus harmonische Cuvée mit mehr Geschmeidigkeit und Fülle.

Damit eine Cuvée sich harmonisch präsentiert, müssen Eigenschaften wie Fruchtigkeit, Säure, Tanningehalt, Alkoholgehalt und Restsüsse bei Vorverkostungen sehr genau beurteilt werden. Es ist eine Kunst, die viel Fachwissen, Können, Feingefühl und Erfahrung erfordert, ergänzende Sorten aufeinander abzustimmen, um einen besonders runden und harmonischen Wein zu kreieren.

Es gibt aber auch praktische Gründe für das Assemblieren. Da nicht alle Rebsorten zum gleichen Zeitpunkt austreiben, blühen und reifen, kann man so Witterungseinflüsse korrigieren. Kommt eine Rebsorte nicht zur optimalen Reife oder ist der Ertrag gering, kann der Winzer mit anderen Rebsorten ausgleichen. So kann er in einem bestimmten Rahmen die gleichbleibende Qualität seiner Weine garantieren.

Aber was ist nun der Unterschied zwischen Verschnitt, Assemblage, Cuvée, Blend, Mariage, Meritage und Coupage?

Grundsätzlich bedeuten die Begriffe alles dasselbe stammen jedoch aus unterschiedlichen Regionen der Welt.

"Barolo der König des Piemont"

Wenn es ein italienischer Wein an Geschichte und Ansehen mit den besten Franzosen aufnehmen kann, dann ist es der Barolo. Der langlebige, charaktervolle Rotwein aus der Nebbiolo-Traube wurde bereits im 19. Jahrhundert geehrt, heute kümmern sich zahllose Winzer in den Hügeln der Langhe um dieses Erbe. Der als König der italienischen Weine bekannte Barolo-Rotwein ist ein sehr hochwertiger und komplexer Wein mit immenser Lagerfähigkeit. Barolo-Rotweine gelten als die wohl besten Rotweine der Welt. Besonders reizvoll und beeindruckend ist der einzigartige Geschmack des Barolo. Der Wein besitzt eine gewisse Fülle, die aber auf wunderbare Weise gepaart ist mit einer unvergleichbaren Eleganz, Ausgewogenheit und Komplexität. Dies macht ihn so besonders.

Erstmals wird der Name um 1730 in einem Briefwechsel des Hauses Savoyen mit einem Händler erwähnt. Der heutige Barolo entstand allerdings erst im 19. Jahrhundert. Die Modernisierung des Rebbaus und die Einführung von neuen Produktionsmethoden im Keller schufen schliesslich einen neuen Weintyp, der zum Lieblingsgetränk des piemontesischen Königshauses wurde. Daher auch der Ehrentitel des Barolo: Wein der Könige und König der Weine. Barolo ist seit 1980 ein DOCG-Wein.

Südlich der Stadt Alba liegt das Anbaugebiet für Barolo, das durch sein hügeliges Erscheinungsbild bekannt ist. Die Rebberge liegen in Meereshöhen zwischen 300 und 450 Metern. Die Böden der Anbauzonen variieren zwischen Kalk-Mergel-Böden rund um La Morra und Barolo und höheren Anteilen von Sandstein rund um Monforte, Serralunga und Castiglione. 

Das Anbaugebiet erstreckt sich südlich der Stadt Alba in der Provinz Cuneo. Aktuell sind im Bereich der elf Gemeinden der Anbauzone rund 1827 Hektar mit Reben für Barolo bestockt. Produziert werden circa elf Millionen Flaschen. 

Nur ein Wein, der ausschliesslich aus Nebbiolo-Trauben gekeltert wird, die aus den elf südwestlich von Alba gelegenen Gemeinden stammen, und mindestens 38 Monate reift, davon 18 im Fass, darf sich Barolo DOCG nennen; nach 62 Monaten (davon 18 im Fass) Ausbauzeit darf er zusätzlich die Bezeichnung Riserva tragen.

"Barbera der kleine rote Bruder des Barolo"

Barbera ist eine rote Rebsorte, die höchstwahrscheinlich aus dem norditalienischen Piemont stammt. Es gibt schriftliche Zeugnisse aus dem 13. Jahrhundert, die eine Rebe namens «Barbexinis» rund um den Weinort Monferrato im Herzen des Piemonts deklarieren. Heute wird die robuste und ertragreiche Rebe in ganz Italien und in vielen weiteren Ländern angebaut. Früher hatte Barbera den Ruf, eine Sorte zweiter Klasse zu sein, denn man kelterte vor allem einfache und günstige Tafelweine aus den Beeren. Erst durch das Aufkommen neuer, zu Spitzenprodukten ausgebauter Barbera-Rotweine wurde der Rebsorte in den 1980er Jahren wieder mehr Aufmerksamkeit unter Weinliebhabern geschenkt. Insbesondere im Piemont, in dem ein grosser Teil der Weinanbaufläche mit Barbera bestockt ist, legen die Winzer heute wieder Wert auf die Qualität ihrer Barbera-Weine und nutzen das Potenzial der Rebsorte für das Herstellen besonders edler Tropfen. Derzeit gilt Barbera nach den Rebsorten Sangiovese und Montepulciano als drittwichtigste Rebsorte Italiens.

Kräftige Säure: Typisch Barbera

Die bekanntesten Barbera-Weine im Piemont sind der Barbera d’Alba, der Barbera d’Asti und der Barbera del Monferrato. Diese hochwertigen Weine werden sortenrein ausgebaut. Ausserhalb des Piemonts wird Barbera meist mit anderen Rebsorten verschnitten. Typisch für Wein aus Barbera-Trauben ist seine knackige, natürliche Säure bei einem relativ geringen Tanningehalt, was zu lebhaften und frischen Weinen führt.

Intensiv fruchtiger Genuss

Rubinrot im Glas zeichnet sich reiner Barbera-Wein durch seinen fruchtigen Geschmack aus. Im Aroma erinnern viele Weine an Wildkirsche oder Pflaumen, manche auch an Veilchen oder Vanille. Voll gelungene Barbera-Weine aus ausgereiften Beeren wecken Assoziationen mit Süsskirschen, den bekannten Piemont-Kirschen. Barbera-Wein wird auch im Barriquefass ausgebaut, was ihm Weichheit und Fülle verleiht.

"Rebsorte Arneis die weisse Königin des Piemont"

Arneis ist eine weisse Rebe. Sie ist sehr alt und war schon im 15. Jahrhundert unter den Bezeichnungen Renesium und Ornesio bekannt. Sie wird in Italien ausschließlich im Piemont angebaut, weshalb sie auch als „Barolo bianco“ bezeichnet wird. Aus ihr werden in der Provinz Cuneo der säurearme DOCG Roero Arneis und in der Provinz Alba der DOC-Wein Langhe Arneis hergestellt. Kleine Bestände sind auch in Argentinien, Australien und den Vereinigten Staaten (dort insbesondere im Bundesstaat Oregon aber auch in Maryland.

Im lokalen Dialekt des Piemont bedeutet Arneis die kleine Schwierige. Sie galt bereits als fast ausgestorben, als sie in den 1990er-Jahren wiederentdeckt wurde und seitdem eine Renaissance erlebt.